Chronik
Chronik 1991 bis 2025
Seit 1991 setzt sich der Kinderschutzbund in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und seit 2012 im Landkreis Vorpommern-Greifswald für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und ihren Familien ein, für ihr Aufwachsen in Gewaltfreiheit und für die Umsetzung ihrer Beteiligungsrechte. Unsere Einrichtungen unterbreiten Angebote, welche die Rechte der Kinder verwirklichen, ihre Zukunftschancen verbessern und allen Kindern mit einer Zuwanderungsgeschichte gleiche Entwicklungschancen bieten.
1991 wurde der Verein mit 10 Mitgliedern gegründet. Die ersten Zusammenkünfte fanden bescheiden am Küchentisch einer Privatwohnung statt. Man fand uns in der Öffentlichkeit an Infoständen auf Straßen und Plätzen.
1993 mieteten wir die ersten eigenen Räume in der Kita „Friedrich Wolf“ an, betrieben das erste Kinder- und Jugendtelefon in Mecklenburg-Vorpommern und machten Angebote der offenen Freizeitgestaltung. Den Eltern-Kind-Treff richteten wir 1996 ein.
1999 wurde uns das Qualitätssiegel des DKSB „Blauer Elefant“ verliehen, denn wir waren inzwischen auch freier Träger der Jugendhilfe geworden und übernahmen das Projekt „Begleiteter Umgang“. Die Aufgaben wuchsen rasant. Um 2000 beschlossen wir, Träger der Schulsozialarbeit zu werden und begannen an der Arndtschule in Greifswald. Offene Angebote der Kinder- und Jugendarbeit betrieben wir auch in der Grundschule Riems und im Jugendclub Mendelejewweg, die es beide nicht mehr gibt.
2010 eröffnete Frau Manuela Schwesig, damalige Sozialministerin in MV das einzige Elterntelefon in Mecklenburg-Vorpommern, für das wir bis heute Ehrenamtliche ausbilden. Wir hatten immer den Traum vom eigenen Haus, der sich 2020 realisierte, da wir die Trägerschaft der Kinder- und Jugendeinrichtung „Labyrinth“ in Greifswald, Schönwalde II, übernahmen und dort heute unseren Stammsitz haben.
Kaum hatten wir damit begonnen, brach die Corona-Pandemie aus, die uns zwang, unsere Einrichtung teilweise auch 2021 zu schließen. In dieser schwierigen Zeit standen die Kinder und Jugendlichen, die durch die Pandemie besonders in Not geraten waren, im Mittelpunkt der NDR-Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Eine großzügige Spendensumme floss in unsere Hilfsprojekte und half uns, die Herausforderungen zu bewältigen.
Im Jahr 2021 wurden wir für unsere engagierte Arbeit mit dem Landespräventionspreis ausgezeichnet, was unsere Bemühungen um die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen weiter honorierte.
Das Jahr 2024 war geprägt von besonderen Ereignissen, da die Stadt Greifswald das 250-jährige Jubiläum von Caspar David Friedrich feierte. Wir beteiligten uns mit dem Projekt „Caroline im Labyrinth“, bei dem die Kinder an vielen kulturellen Aktivitäten teilnahmen, unter anderem an einem Holzkunstprojekt mit dem Künstler Andre Kalunga-Peters.
Ende 2024 fand eine Ballett-Benefiz-Gala des Theaters Vorpommern zu unseren Gunsten statt, und auch der Greifswalder Sportbund unterstützte uns, indem er den Erlös aus seinem Weihnachtssingen spendete. Im selben Jahr besuchte Herr Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, unsere Kinder- und Freizeiteinrichtung und bedankte sich für die umfassende sozialpädagogische Arbeit, die hier geleistet wird.
Inzwischen sind wir Träger der Schulsozialarbeit an vier Greifswalder Schulen und haben an einer Grundschule einen Integrationshelfer eingestellt.
Zudem zog die Geschäftsstelle des DKSB-Kreisverbandes 2024 aus der bisherigen Kindertagesstätte Friedrich Wolf in das Schönwalder Begegnungszentrum um. Hier haben wir unsere Kooperation mit anderen Trägern erweitert und zahlreiche Netzwerkpartner hinzugewonnen. Diese Entwicklungen zeigen, wie wir trotz der Herausforderungen der letzten Jahre gewachsen sind und weiterhin für die Kinder und Jugendlichen in unserer Region da sind.


